StartseiteMENUE
BiographieMENUE
BibliographieMENUE
LeseprobenMENUE
RadiogeschichtenMENUE
PressestimmenMENUE
GalerieMENUE
AktuellesMENUE
GaestebuchMENUE
ImpressumMENUE
HeinrichPbanner

Pressestimmen

SeedesSchweigensgrossKommissar im Unruhestand

See des Schweigens ist klassischer Krimi

Ruhrnachrichten, Literaturseite, 24.9.12

Darf ein ganzer See einem einzigen Menschen gehören? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines neuen Krimis von Heinrich Peuckmann. „See des Schweigens“ heißt der spannende Fall, in dem wieder einmal der pensionierte Dortmunder Kommissar Völkel ermittelt – diesmal allerdings in der Nähe von Wittenberg. Dort wird der Besitzer eines Sees erschossen, während er auf einer Luxusjacht über sein Gewässer schippert. Ein Motiv hätten viele – etwa ein Hotelier, die Besitzerin einer Tauchschule und andere Dorfbewohner, denen der Strand plötzlich versperrt ist. Ein Hauch von Kapitalismuskritik schwingt mit, aber vor allem erleben wir eine gradlinig erzählte, klassische Tätersuche mit vielen Verdächtigen. Und Bernhard Völkel, dem der Ruhestand viel zu langweilig ist, kriegt einen Sympathiepunkt extra.

Bettina Jäger

 

 

 

SeitenwechselEcht, Fachmagazin von Borussia Dortmund

Heft 44, 15.9.12

Das Ruhrgebiet während der 70er Jahre. Als Sohn eines Industriellen spielt sich Arweds Leben zwischen elitärem Internat, Chorproben und den Besuchen in der Villa seiner Großmutter ab. Es ist ein bequemes, aber auch etwas langweiliges Leben, das er führt. Da bringt eine bedrohliche Begegnung mit Jugendlichen aus der Zechensiedlung eine Wende. Seine Neugier ist größer als seine Angst: er folgt ihnen bis zum Sportverein Katernberg. Fußball wird Arweds neue Leidenschaft, und das gegen den Willen seines Vaters. Der möchte seinen Sohn weder in solcher Gesellschaft noch in diesem Sport sehen. Mit Lackschuhen schießt man keinen Elfmeter, meint er. Aber Arwed lässt sich nicht beirren, denn er weiß, auf wen er sich verlassen kann. Auf seine Oma nämlich, die zu ihm hält, und sei es nur deshalb, weil es gegen ihren Sohn, gegen Arweds Vater geht. Und seine Oma hat sogar noch eine besondere Hilfe für Arwed parat. Ihr Fahrer Alfred war früher selber ein guter Fußballer, und was der Arwed alles zeigen kann. Ein erstaunlicher Aufstieg beginnt, allerdings einer, bei dem Arwed nach Jahren Menschen und Erlebnisse zurücklassen muss, die ihm wichtig wurden. Zum VfL Bochum wechselt er zwischendurch, schafft den Sprung zum Profi, aber auch das ist noch nicht der letzte Sprung seiner Entwicklung

Die Begegnung zwischen den gesellschaftlichen Schichten, das Lebensgefühl der Menschen in den siebziger Jahren, Konflikte im Sport, Sexualität und vor allem viel Musik, das sind die Themen, die Heinrich Peuckmann in seinem neuen Roman umkreist. Es ist ein Gesellschaftsroman, ein Familienroman, der das Ruhrgebiet nicht einfach als Kulisse nimmt, sondern die Lebendigkeit seiner Personen aus ihren Lebensumständen heraus entwickelt. Und ganz nebenbei ist es ein humorvoller Roman, der Lesefreude bis zum Schluss vermittelt.

 

 

 

SeedesSchweigensgrossWenn am dunklen See Schüsse fallen

Von Rainer Wanzelius, Westfälische Rundschau, Kultur, 28.3.12

Still ruht der See. Als warte er auf diese beiden Schüsse. Auf den ersten, der trifft. Den zweiten, der tötet. Und schon hat der See keinen Besitzer mehr.

Seiler von der Wittenberger Kripo steht vor einem Rätsel. Keine Spur, das Dorf am See hüllt sich in Schweigen. Doch Seiler holt sich Hilfe. Dass es ausgerechnet Völkel ist, der Ex-Kommissar der Dortmunder Mordkommission, geht auf einen Vortrag zurück, den der einst an der Polizeischule in Bork gehalten hat, Thema Verhörtechnik. Und daran, dass der Autor dieses Buches, Heinrich Peuckmann, in Kamen lebt und arbeitet.

Es beginnt mit „einer gegen alle“, einer gegen das Kollektiv. Wulf Nölthing, Unternehmensberater aus dem Westen, hat das einst öffentliche Gewässer unweit der Lutherstadt in Privatbesitz umgewandelt, in seins. Die Anwohner dürfen nicht mehr baden, tauchen, Boot fahren. Einzig Nölthings Jacht dümpelt vorm Ufer.

Nach dem Mord sind es Völkel und Seiler, die in die „gegen-alle-Rolle“ geraten. Die Dörfler haben geschimpft, protestiert, sogar das Fernsehen war da. Jetzt steht die Dorfgemeinschaft unter Verdacht und wehrt sich durch Schweigen. Die Motive sind nicht von der Hand zu weisen. Aber Mord? Wirklich Mord?

Die schönsten Stellen dieses ruhig und nachdenklich erzählten Krimis sind die, wenn die Ermittler zu ahnen beginnen, was in den Menschen, den Ex-DDRlern, vorgeht. Was, wenn die Leute wissen, wer es war, stellvertretend für sie alle? Was, wenn sie – genau so ahnungslos wie die Polizei – sich gegenseitig verdächtigen, ohne etwas zu wissen, wie aus dem Verlauf einer Bürgerversammlung geschlossen werden könnte? Peuckmann verleiht da, psychologisch genau, seiner Handlung mitunter parabelhafte Züge.

Dann fällt wieder ein Schuss und die Tochter des Dorfwirts verschwindet. Neue Spuren weisen Völkel und Seiler auf neue Wege. Und natürlich ins Ziel.

Heinrich Peuckmann: See des Schweigens. Lychatz Verlag,

241 Seiten, 9,95 Euro

 

 

 

HeimkehrHeimkehr_klein

Entführung eines kenntnisreichen Wissenschaftlers

In seinem neuen Krimi verlässt Heinrich Peuckmann zeitweise die Pfade traditioneller Erzähltechnik und bleibt sich trotzdem treu

Wie wäre denn mal ein Krimi ohne Mord? Schließlich reichen doch auch eine Entführung und ein Opfer, das in Angst und Schrecken erstarrt, aus, um den Leser voller Spannung fragen zu lassen, wer als Übeltäter in Frage kommt.

Über weite Strecken scheint sich Heinrich Peuckmann in seinem neuen Roman „Heimkehr“ von dem typischen Muster eines Kriminalromans verabschiedet zu haben, würde der Geschichte ohne Leiche doch wohl das Quäntchen an Spannung fehlen.

So kommt es, wie es kommen muss: Ein bekannter Soziologieprofessor, der nach vielen Jahren in seine Heimatstadt Unna zurückkehrt und prompt gekidnappt wird, ist völlig überrascht, als man ihn genauso plötzlich wieder freilässt wie man ihn zuvor gekascht hat. Über seine Entführung möchte er lieber kein Wort verlieren, hält sich mit Aussagen gegenüber der Polizei zurück und geht davon, dass die ganze Aktion nur eine Episode aus einem schlechten Film war. Zwischen den Zeilen kann man erraten, dass der Wissenschaftler um die Identität der oder des Täter(s) weiß. Dass es da aber noch eine andere Person gibt, die ihm gefährlich werden könnte, will er nicht wahrhaben. Umso überraschender ist dann für ihn, weniger für den Leser, sein weiteres Schicksal.

Peuckmann bleibt in seinem sechsten Krimi sich treu. Seine Figuren pflanzt er hinein in das östliche Ruhrgebiet und das südliche Münsterland. Die Schauplätze beschreibt er so detailgetreu, dass die fiktive Geschichte Bodenhaftung erlangt. Schließlich vermittelt der Roman auch die Erkenntnis, dass man vor der eigenen Vergangenheit nicht flüchten kann. Irgendwann holt sie einen ein – ohne Gnade.

Theo Körner, Westfälische Rundschau (August 2010)

 

 

 

Peuckmanns ArmentafelArmentafel2009

Schnörkellos spannend

 

Die Leute aus dem schicken Villenviertel in Dortmund sind alles andere als begeistert. Ganz in der Nähe, in einem Wäldchen, haben sich Obdachlose eine improvisierte Heimat errichtet, eine Zeltstadt. Kein Wunder, dass Kriminalkommissar Anselm Becker und seine Kollegin Sibel Dogan an Animositäten zwischen diesen beiden Bevölkerungsgruppen denken müssen, als im Wäldchen ein Toter gefunden wird.

Der Titel von Heinrich Peuckmanns neuem Krimi und die anfängliche Konstellation könnten auf einen Roman schließen lassen, der schwer an seinem Thema der sozialen Missstände zu tragen hat – Kölner „Tatort“ in Buchform sozusagen. Doch weit gefehlt: dem Autor gelingt es, auf ebenso spannende wie unterhaltsame Weise an der Sache zu bleiben, ohne in Rührseligkeit zu verfallen. Was nicht nur an den lebhaften Protagonisten liegt, denen ein Abstecher nach Münster diesmal bis zur letzten Seite verwehrt bleibt, sondern auch an den Typen, auf die Becker und Dogan im Laufe ihrer Ermittlungen stoßen. Dabei stellt sich nämlich heraus, dass es zwischen den Obdachlosen und den Villenbewohnern ungeahnte Verbindungen gibt. Und ganz nebenbei erweist es sich als äußerst hilfreich, dass Becker einem Kollegen in einem ganz anders gelagerten Fall Hilfestellung gibt. „Armentafel“ ist sicherlich Peuckmanns schnörkellosester Anselm-Becker-Krimi.

Harald Suerland, Westfälische Nachrichten, Dezember 2009

 

 

Armer toter NachbarArmentafel_Bild

Heinrich Peuckmanns fünfter Krimi um Anselm Becker: Armentafel

 

Anselm Becker liebt Buddy Holly und den BVB. Er lebt in Werne, hat eine Freundin in Münster, deren Ex gerade wieder eingezogen ist. Darum hat der Ermittler der Dortmunder Kriminalpolizei nicht die beste Laune, als er zu einem Fall in die Südstadt gerufen wird. Dorthin, wo die Bessergestellten wohnen, die Becker, der Ex-Juso, nicht mag. Das Opfer gehört nicht zu ihnen, sondern lebte in einer Zeltstadt, die den Leistungsträgern in ihren Villen die schöne Aussicht vermiest. Die Bürger klagen bereits gegen die Stadt. Aber ist die Abneigung gegen schmuddelige Nachbarn schon ein Mordmotiv?

Heinrich Peuckmann legt mit „Armentafel“ seinen fünften Krimi um Anselm Becker. Wieder führt der Kamener Schriftsteller seine Leser in ein hochaktuelles Problemfeld, ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit einer spannenden Mordgeschichte. Dabei setzt er weniger auf vordergründige Action, obwohl er sogar eine Verfolgungsjagd einbaut – allerdings nur, um sie ironisch aufzulösen. Er führt stattdessen glaubwürdig an die Schauplätze, die er gewählt hat, um von der neuen Armut zu berichten. Dabei lässt er seinen Kommissar und dessen türkischstämmige Kollegin im Zeltlager ermitteln und im „Gasthaus“, eben der titelgebenden Armentafel, in einer Szenekneipe, auf Baustellen, bei der Frau des Opfers. So zeigt er facetten- und faktenreich das Leben am Rande der Gesellschaft.

Was Peuckmanns Soziokrimi auszeichnet ist über den Fall hinaus eine einfühlsame Charakterisierung der Figuren, ein stimmiges Lokalkolorit und eine Parteilichkeit zugunsten der Benachteiligten. Der Leser fühlt sich zuhause in dem Buch, das neben dem Fall immer noch Platz hat für Beckers Eifersucht, seine Kommentare zu Borussias neuem Trainer und ein Pils bei Fränzer in Werne.

Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger, Kulturseite.  19.11.09

 

 

Mord mit GesellschaftskritikArmentafel_Bild

Autor Peuckmann schickt seinen Kommissar wieder auf Verbrecherjagd

 

Heinrich Peuckmann, Autor aus Kamen, hat seinen Kriminalkommissar Anselm Becker mit Wohnsitz in Werne wieder auf Verbrecherjagd in Dortmund geschickt.  „Armentafel“ heißt der fünfte Fall von Becker, der sich als Alter Ego Peuckmanns auch gesellschaftskritische Gedanken durch den Kopf gehen lässt und seine anfänglichen Vorurteile revidiert.

Diesmal geht es in den Dortmunder Süden, wo sich direkt neben dem Reichtum die Armut breit gemacht hat. Neben dem Villenviertel eine Zeltstadt, errichtet von Obdachlosen.

Wie alle Peuckmann-Krimis mit Anselm Becker beginnt auch dieser mit der Beschreibung des Mordes aus der Sicht des Opfers. Dieses Mal ein Obdachloser, der in einem Waldstück nahe der Zeltstadt erschlagen aufgefunden wird.

Haben die Bewohner des benachbarten Villenviertels etwas damit zu tun? Schließlich haben sie eine Bürgerinitiative gegen die Gestrandeten in der Zeltstadt gegründet. Besonders verdächtig ist der undurchsichtige Rechtsanwalt Mönkmeyer.

Zusammen mit seiner Kollegin Sibel Dogan macht sich Becker auf Spurensuche und lernt eine ganz düstere Seite der Gesellschaft kennen: die brutale Ausbeutung der Ärmsten der Armen.

Peuckmann hat für seinen Roman wieder intensiv recherchiert. Die faktenverliebte Beschreibung von Beckers Autofahrten über die B1, der Armentafel oder einer Vorortkneipe sind Lokalkolorit. Immer wieder lässt Peuckmann Beckers Gedanken zu Borussia Dortmund und seinem neuen Trainer Jürgen Klopp abschweifen – Autor und Romanfigur sind beide Fans – doch dabei unterläuft Peuckmann ein (beabsichtigter?) Fehler. Der Signal Iduna Park heißt bei ihm immer noch Westfalenstadion.

Dem Krimi tut das keinen Abbruch. Am Ende löst Anselm Becker sogar zwei Fälle. Eigentlich drei, denn auch seine Freundin Tanja ist ihm zeitweise ein großes Rätsel.

Gaby Kolle.  Ruhrnachrichten, 21.10.09

 

 

 

Abgebrühte Täter ZweitesLebenMINI

 

Mit einer spektakulären Tat eröffnet Krimi-Autor Heinrich Peuckmann den neuen Fall für seinen Kommissar Anselm Becker. Zwei Täter überfallen einen Geldtransporter und machen nicht nur eine riesige Beute, sondern agieren auffällig abgebrüht: Sie haben, wie die Ermittlungen ergeben, den Überfall sehr präzise vorbereitet und hinterlassen, obwohl sie keine Handschuhe tragen, keine verwendbaren Spuren.

Der Titel des Romans „Zweites Leben“ ist auf subtile Weise zweideutig, verweist er doch einerseits auf das „Second life“ im Internet und andererseits auf Täter, die sich ein zweites Leben erschaffen, um der Strafverfolgung zu entkommen. Und den Ermittlern in Peuckmanns Roman beginnt allmählich zu dämmern, dass die Räuber, die sie suchen, womöglich auf diese Weise abgetaucht sind.

Es gibt einen Punkt in diesem spannenden Roman,  an dem die Auflösung des mit Händen zu greifen ist. Zwar entsteht dadurch so eine Art Colombo-Effekt, weil der Leser mehr weiß als der Kommissar. Andererseits wirkt es erfreulich, dass der Autor nicht am Schluss aus einer Reihe von gleichrangigen Figuren willkürlich einen Täter hervorzieht, sondern dass er seine Geschichte so nachvollziehbar wie zwangsläufig entwickelt. Ein bisschen Verwirrung stiftet er zusätzlich durch das zweite Verbrechen, den Mord an einer Figur, die mit inneren Monologen eingeführt wird. Man mag sich irritiert fühlen durch diesen bewussten Wechsel der Erzählperspektive – aber Peuckmann-Leser, die das berufliche und private Treiben Anselm Beckers zwischen Dortmund und Münster kennen und schätzen, sind auch mit diesem Kunstgriff vertraut.

 Harald Suerland. Westfälische Nachrichten, Kultur, 01.09

 

 

Eine Lektion in Vaterliebe

Neuer Roman: Heinrich Peuckmann erzählt die Geschichte von Erik und Wiradech Kothny / Von Bettina Jäger

 

Die tollsten Geschichten schreibt immer noch das Leben. Zum Beispiel die eines Mannes, der eine Tänzerin aus Thailand heiratet. Die Ehe zerbricht. Doch sein Glück findet er in der Erziehung der zwei thailändischen Adoptivsöhne, von denen der eine schließlich zwei Bronzemedaillen im Säbelfechten bei den Olympischen Spielen des Jahres 2000 gewinnt.

Der Kamener Autor Heinrich Peuckmann hat die Geschichte aufgeschrieben – mit einigen dichterischen Freiheiten, versteht sich. „Der Sohn der Tänzerin“ heißt sein neuer Roman. Die Handlung aber ist wirklich passiert: Es ist die Geschichte von Erik Kothny, seinem Sohn Wiradech „Willi“ Kothny und dessen Adoptivbruder Somkhit Phongyoo.

Anno 2000 hatte Peuckmann einen Fernsehbericht über den Erfolg der Familie gesehen.  Neugierig geworden auf den deutschen Vater mit zwei thailändischen Kindern traf er sich mit Erik Kothny in Koblenz. „Das ist ein eigenwilliger, knorriger Kerl“, erzählt Peuckmann. „Er steht zu seiner Geschichte. Und er hat mir beim Schreibprozess sehr geholfen.“

Denn Peuckmann wollte die Erinnerungen des Vaters in die spannende Schilderung des Olympiakampfes einbetten. Für die Fachbegriffe brauchte er Unterstützung. „Lieber Herr Peuckmann, wenn Sie das so stehen lassen, halten uns alle für Dilletanten“, schrieb Kothny, als er das erste Manuskript zurückschickte. Andere Details dagegen wollte der Schriftsteller gar nicht so genau wissen. „Man braucht beim Schreiben auch Spielraum für Phantasie“, sagt er.

Im Roman ist es ein Journalist namens Götz, der sich auf einer Thailand-Reise  in die Tänzerin Ning verliebt. Als er sie aus ihrem Dorf abholt, läuft ein halb verhungertes Kind dem Auto hinterher. Erst da gesteht Ning, dass sie einen Sohn hat. Roy hat einen aufgeblähten Bauch, verfaulte Zähne und kann nicht sprechen. Götz holt den Jungen nach Deutschland und adoptiert ihn – ebenso wie später den Cousin des Kindes. Doch Ning ist spielsüchtig, die Ehe scheitert. Plötzlich steht der Vater mit zwei Kindern alleine da.

Götz und seine Jungen haben gegen Vorurteile zu kämpfen. Zuerst sieht der Vater im Sport nur die Möglichkeit zur Integration. Doch weil das Talent der Kinder so groß ist, fördert er selbstlos ihre Karriere.

Ihn habe die Situation eines allein erziehenden Vaters interessiert, erzählt Peuckmann – in einer Zeit, in der Männer nur eine kleine Rolle im Erziehungsprozess zu spielen scheinen. So gelingt ihm eine bewegende Geschichte über die Kraft eines Vaters. Aber auch das Porträt eines Menschen, der ein ungewöhnliches Schicksal und eine große Verantwortung mutig annimmt.

„Mir hat imponiert, dass dieser Vater nicht klammert“, betont Peuckmann. Außerdem habe Erik Kothny, der inzwischen wieder verheiratet ist und eine kleine Tochter hat, darauf geachtet, dass die Verbindung nach Thailand nie abreißt. So entscheidet sich im Roman der eine Sohn dafür, das Säbelfechten aufzugeben und in die ursprüngliche Heimat umzuziehen, während der andere den sportlichen Weg weitergeht.

Und im wirklichen Leben? Wiradech Kothny ist inzwischen selbst Vater und ein Säbelfechter mit Welterfolg. „Willi hilft“ heißt seine Aktion für Tsunami-Opfer. Seit 2002 startet der Sportler für Thailand, sein Adoptivbruder trainiert ihn. Und gerade ist die Familie nach Peking geflogen – hoffentlich auf Medaillenkurs.

Ruhrnachrichten Kulturseite, 7.8.08

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deWarum der Baulöwe sterben musste

„Partystimmung“: Heinrich Peuckmanns dritter Krimi mit Anselm Becker

Das Thema Kindesmissbrauch in einem überzeugenden Regionalkrimi / Von Ralf Stiftel

 

„Partystimmung“ ist der dritte Fall für den Dortmunder Kommissar Anselm Becker und seine Kollegin Sibel Dogan. Der Bauunternehmer Marko Knäpper wird erschlagen in seiner Villa aufgefunden. Sein Portemonnaie wurde nicht angerührt, obwohl es 500 Euro enthält. Und die Polizei muss ohne Anhaltspunkte weiterkommen.

Heinrich Peuckmann entwickelt diesmal den Regionalkrimi souverän zum Gesellschaftsbild. Anschaulich kontrastiert er die Milieus. Erst sucht Becker im Tennisclub im Süden Dortmunds. Dann führt eine Spur in die Nordstadt, zu den sozialen Brennpunkten. Der Kommissar wird mit der Verwahrlosung und dem Missbrauch von Kindern konfrontiert – ein hochaktuelles Thema. Aber der Kamener Schriftsteller arbeitet nicht mit dem Thrill um Psychopathen. Er gründet seinen Fall konsequent auf den Verhältnissen, die noch die solidesten Motive für Morde liefern. Am Ende geht es um Geld. Und Peuckmann hält es mit Realismus statt mit schwarzer Schauerromantik.

Ein, zwei Mal lässt sich der Autor zu kleinen, zeitkritischen Kommentaren hinreißen, zum Beispiel wenn Beckers Schulfreund über die neue Schulpolitik klagt. Das hat dann mit dem Fall nichts mehr zu tun, stört aber auch nicht. Zumal Peuckmann einmal mehr seine Qualitäten entfaltet. Überzeugend leuchtet er die Psychologie seiner Figuren aus. Und Becker steht gerade zwischen zwei Frauen. Gelegentlich lässt Peuckmann Situationskomik aufblitzen, er verliert nie die Tabellensituation des BVB aus dem Blick und erzählt bei alledem noch eine spannende  Mordsgeschichte.

Westfälischer Anzeiger, Kulturseite. 7.2.08

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deSchmutzige kleine Geheimnisse

Heinrich Peuckmanns neuer Krimi „Partystimmung

 

Was macht man bloß in einem so trüben Sommer wie dem des Jahres 2007? Heinrich Peuckmann hat einen neuen Krimi geschrieben. „Partystimmung“ heißt die spannende Mördersuche, die dem Kommissar Anselm Becker und seiner Partnerin Sibel Dogan alles abverlangt.

Unversehens geraten die beiden diesmal in die Szene der Neureichen, der „Amigos“, der guten Kumpel mit schicken Wagen. Der Dortmunder Bauunternehmer Marko Knäpper ist erschlagen worden und entpuppt sich als großer Mann mit schmutzigen kleinen Geheimnissen.

Leicht und flüssig zu lesen ist der neue Peuckmann, auch wenn der Kamener Autor diesmal ein schwergewichtiges Thema anpackt. Denn nicht Marko Knäpper, sondern zwei Kinder ohne Zuhause sind die eigentlichen Opfer des Verbrechens. Wie Peuckmann diese bitteren Hintergründe langsam sichtbar werden lässt und wie die kluge Sibel den Mörder zum Schluss (aber wirklich ganz zum Schluss) entlarvt, das hat Klasse.

Ruhrnachrichten, Kulturseite, 21.12.07

 

 

Spaziergang durch die Melancholie

Zu: „Der Sommer fällt“, Lyrikband

Auf den Sommer folgt der Herbst. Die Darstellung des Wechsels der Jahreszeiten ist Heinrich Peuckmann jedoch zu wenig. Vielmehr beschreibt er in seinem Lyrikband „Der Sommer fällt“ den Herbst des Menschen. Als stiller Beobachter stellt der Kamener Autor in seinen rund 50 Gedichten die Frage: Was bleibt? Erinnerungen sind es, was waren das für Zeiten …

Peuckmann spaziert kritisch durch Natur und Gesellschaft der Gegenwart und blickt zurück: „In das Wehen des Windes mischt sich das Rauschen der Autobahn“ und „Der Geschmack von Kindheit“.

Dann finden sich Begegnungen mit Freunden, die ihn weit bis nach China führen (Peuckmann dozierte Deutsche Literatur in Shanghai und Xi´an). Auch hier blickt der Autor auf das Leben.  Vorwurfsvolle Töne über den Gegensatz von Arm und Reich in China.

Peuckmanns Bilder sind nicht immer leicht zu erkennen. Gerade diese Tatsache lässt dem Leser viel Raum zur eigenen Interpretation. Dann sind seine Gedichte Denkanstöße für den eigenen Spaziergang durch die Melancholie.

Ruhrnachrichten, 14.3.07, Kulturseite

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deZu: „Das Lied an den Schmetterlingsquellen“, Frauenerzählungen aus Asien

„ … und oft sage ich, ein richtiger chinesischer Satz, das wär´ doch was. Meine Beschäftigung mit der deutschen Literatur geht bald ins vierzigste Jahr, und auch hier sage ich nicht selten: ein richtiger deutscher Satz, das wär´ doch was! Bei Heinrich Peuckmann finden wir lauter richtige deutsche Sätze …

Da ist dann ein Erzähler wie Heinrich Peuckmann, der ebenfalls die Fremde, sprich Minderheiten in China zum Gegenstand hat, als eine große Ausnahme zu bezeichnen. Den wohl vor Ort selbst erlebten Geschichten nähert sich der Erzähler sehr feinfühlig an. Zwar wertet er nicht direkt, aber man spürt die Wärme, mit der er seine Personen begleitet. Meisterlich sind hier Erzählungen wie „Der große Berggott grollt nicht“ und „Der Weg zum Schneeberg“. Nach der Lektüre möchte man ausrufen: Gott sei Dank, dass  es noch Europäer gibt, die China repräsentieren!

Alfred Kubin, „Orientierungen“. Zeitschrift für Kultur Asiens 1/2006

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deSchillers Räuber in der Dortmunder Nordstadt

Zu: „Schillers Vermächtnis“, Kriminalroman

Die Polizeibeamten in der Dortmunder Nordstadt werden den neuen Krimi von Heinrich Peuckmann mit besonderem Interesse lesen. In „Schillers Vermächtnis“ schickt der Kamener Autor die Kommissare in dürstere Ecken von Dortmund, aber auch in die angrenzenden Städte, lässt sie im bunten Multi-Kulti- und im rechtsradikalen Milieu ermitteln.

Ausgangspunkt der spannenden und wie ein Drehbuch für einen Tatort erzählten Geschichte sind Schüsse auf einen Marokkaner. Als der pensionierte Kommissar, der auf eigene Faust ermittelt, ermordet wird, beginnen die Ermittlungen in einem geheimnisvollen Fall. Wie in fast allen seinen Büchern hat Peuckmann kriminalistische Fäden geschickt und sofort erkennbar gespannt. Spuren führen die Leser zu einem mysteriösen Taxifahrer, an eine Grundschule in der Dortmunder Nordstadt, in eine Motorragwerkstatt, an ein Elitegymnasium und schließlich an ein Theater, an dem Schillers „Räuber“ geprobt werden.

Sehr präzise beschreibt der 57-Jährige die Menschen der Region und die Schauplätze seines Krimis. Genau recherchiert sind auch die Mechanismen in den Gruppen von Menschen unterschiedlicher Gesinnung und am Theater. Bis zum Schluss bleibt der Fall rätselhaft, Peuckmann erzählt in einem spannenden Erzählfluss und löst die Kriminalgeschichte sehr logisch auf

Ruhrnachrichten, Literaturseite, 11.5.06

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.de„Aufgeblättert“

zu „Teufelszeug“, Kriminalroman

Ein bisschen erinnert er ja an den Kommissar Wallander, dieser Anselm Becker. Wie sein Kollege ist der Dortmunder Kriminalkommissar selten mit sich und der Welt im Reinen. … Doch dann zieht das Verbrechen ein ins beschauliche Werne. Ein Chemiker wird beim Joggen niedergeschlagen. An einen Mordanschlag will zunächst niemand glauben. Kurz darauf wird eine Wahrsagerin erschossen, dann eine Pfarrerin. Nicht genug, dass die Suche nach Verbindungen erfolglos bleibt – Becker muss mit einer „Neuen“ zusammenarbeiten, der Türkin Sibel. Vorbehalten machen ihn befangen, doch dann führen die Ermittlungen zu einer fundamentalistischen Sekte – einer christlichen. Ruhig, aber auch einfühlsam und offen lässt Autor Heinrich Peuckmann in „Teufelszeug“ (Aschendorff-Verlag) seinen Kommissar gesellschaftlichen Entwicklungen begegnen, deren Symptome sich hier zufällig im Westfälischen zeigen.   … ein sympathischer Ermittler, ein aktuelles Thema, ein lesenswerter Regionalkrimi.

WAZ, Wochenendbeilage

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deFlammender Roman gegen den Krieg

Zu: „Flucht in den Berg“, Roman

… Autor Peuckmann zeichnet nicht nur die Schrecken und Wirrnisse rund um das Kriegsende realistisch und überzeugend nach. Er hat auch ein flammendes Buch gegen Krieg und Terror geschrieben. „Flucht in den Berg“ ist daher nicht nur für Zeitzeugen interessant, sondern auch und gerade für junge Menschen. Sie werden schnell erkennen, dass es wichtig ist, sich für den Frieden einzusetzen.

Ruhrnachrichten. Literaturseite, 24.11.05
(Dazu gibt es im Internet Lehrermaterial zur Behandlung des Romans im Unterricht: www.assoverlag.de)

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deEin kurzweiliger Kriminalfall

Zu: „Staffellauf“, Jugendkrimi

Einbruch im Clubheim des SV Kamen. Das klingt nicht unbedingt nach einem Fall, der einen Klassiker der Kriminalliteratur nahe legt. Tatsächlich ist Heinrich Peuckmanns „Staffellauf“ kein sensationell ausgetüftelter, trickreich verschlungener Krimi, der dem Leser eine wunderliche Wendung nach der nächsten serviert. Statt dessen erzählt Peuckmann eine routiniert konstruierte Geschichte, angesiedelt im kenntnisreich geschilderten Milieu der Jugend-Leichtathletik, mit eingängigen Charakteren und einer dankbar klaren Trennung von Gut und Böse. Die verläuft, zumindest in Kamen, genau an der Frontlinie zwischen Leichtathleten und Fußballern, die sich gegenseitig vorhalten, das sei doch kein Sport, was die anderen da trieben. …

Die Guten freilich sind schnell ausgemacht, und so überrascht es nicht, dass es eine Gruppe aufstrebender Nachwuchs-Staffelläufer ist, die in Eigeninitiative den Einbruch auf dem Trainingsgelände aufklärt. Wie sie das schafft, ist besonders für Jugendliche ein kurzweiliges, interessantes und gewinnbringendes Lesevergnügen, in dem nebenher Werte wie Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Zivilcourage ins Spiel kommen  - auf angenehm unaufdringliche Weise  …

FAZ, 19.10.05

 

 

Klicken Sie auf das Cover und schon erhalten Sie alle Bestellinformationen zu dem Buch bei www.amazon.deVon Brüdern und Boxern

Zu: „Die Schattenboxer“, Roman über das Ruhrgebiet der fünfziger und sechziger Jahre

… wenn mich ein Buch anspricht, ist Lesen für mich ein entspannender Zeitvertreib, zumal wenn es um Boxen geht.

Der Roman „Die Schattenboxer“ von Heinrich Peuckmann war für einige Tage ein unterhaltsamer und kurzweiliger Begleiter.  Die Geschichte beginnt mit dem Wiedertreffen der fünf Brüder einer Bergarbeiterfamilie aus dem Ruhrpott zur Beerdigung des Vaters. Der jüngste der Brüder erzählt seine Erinnerung an die Kinder- und Jugendzeit, geprägt von der typischen Situation im Arbeitermilieu. Die ärmlichen Verhältnisse, die wirtschaftliche Situation der jungen Bundesrepublik und die damit verbundenen Probleme des Alltags beeinträchtigen dennoch nicht … das positive Familienklima. Auch wenn der Berufsstand des Bergmanns in Ehren gehalten wird, haben die Brüder aufgrund der Perspektiven kaum Ambitionen, beruflich den gleichen Weg einzuschlagen.

Die Sehnsucht nach dem Neuen, nach dem Erfolg oder auch nach dem Schlupfloch aus dem Alltag endet, kurz gesagt bei der Faszination des Boxens. Wie durch Zufall beginnt für die Brüder die Idee. Überwältigt von den Eindrücken eines Boxkampfes und unter dem Einfluss des größten der Brüder, beginnen alle mit dem Training. Gut nachgezeichnet wird das Spannungsverhältnis zwischen der sportlichen Entwicklung, dem Gewinn an Selbstvertrauen und der Verständnislosigkeit der Nachbarn …

Prägendster Punkt des Buches ist die Ausreise des ältesten Bruders in die DDR. Die Ausreise wird begleitet von der Verachtung der Familie, insbesondere des Vaters, sowie des gesamten Umfeldes … Die Geschichte gipfelt im Aufeinandertreffen des jüngsten und des ältesten der Brüder während der Boxeuropameisterschaft in Kopenhagen. Der Kampf im Viertelfinale … wird zum Eklat.

Axel Schulz, ehemaliger Box-Europameister und Profiboxer.

FAZ 19.04.01